Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
durch die jetzt erfolgte Installation einer Ampelanlage an der Flugplatzstraße wird ein Ende 2020 gefasster Beschluss des Wirtschafts-, Stadt- und Quartiersentwicklungsausschusses (WSQA) relevant.
Dies habe ich für die Kommunalwahl in meiner Kandidatenvorstellung wie folgt zusammengefasst:
Ende 2020 wurde gegen meine Stimme, aber mit allen Stimmen aller anderen Parteien beschlossen, die Straße zwischen Kirche und Tor Deele für 3 Monate (zunächst) testweise zu sperren, um den Verkehr von der Holter Straße besser abfließen zu lassen.
Dass dann das Wohngebiet „Ottenheide“ in Richtung Schloß Holte nur noch über Stau- und Gefahrenstellen verlassen werden kann und die Geschäfte wie der REWE und Wölke oder der Sportplatz von außerhalb nur kompliziert zu erreichen sind, wurde in Kauf genommen.
Die Grünen begrüßten die Sperrung als einen ersten Schritt zu einem komplett autofreien Wohngebiet zwischen Ottenheide und Sportplatz und fragen regelmäßig nach der Umsetzung!
Der Verkehrsversuch soll etwa 3 Monate nach Errichtung der jetzt von Straßen-NRW gebauten Ampelanlage an der Flugplatzstraße erfolgen.
Nach so langer Zeit muss aus meiner Sicht der neue Rat erneut über diese für viele von uns massiven Einschränkungen beschließen. Dabei würde ich ein anderes Ergebnis als 2020 im Fach-Ausschuss erwarten. Das wird aber kein Selbstläufer und möglicherweise müssen wir als Betroffene einen offenen Protest organisieren.
Hierfür wünsche ich mir Ihre Unterstützung!
Das größte Problem für uns Anwohner ist aus meiner Sicht, dass es für den Kfz-Verkehr keine Ausfahrt aus dem Wohngebiet „Ottenheide“ mehr geben wird, die gefahrlos in Richtung Holter Straße genutzt werden kann. Bei Sonnet kann man nicht realistisch links abbiegen, die Straßen Alter Markt und Krügerweg sind zu schmal für Begegnungsverkehr und zum Abbiegen auf die Hauptstraße ungeeignet. Entsprechend wird sich das Verkehrsaufkommen an der Ausfahrt Kühler Grund stark erhöhen. Hier kommt es schon bei dem bisherigen Verkehrsaufkommen schnell zu Rückstaus, die sich im Berufsverkehr oft erst auflösen, wenn die Fußgängerampel auf der Hauptstraße auf Rot schaltet. Massive Probleme sind vorhersehbar!
Für die Gewerbetreibenden im Bereich der Stukenbrocker Kirche ist schon eine Testphase der Sperrung dazu geeignet, Kunden von der anderen Seite der Hauptstraße fernzuhalten, was Umsatzrückgänge zur Folge haben wird. Und ob sich diese Kunden anschließend zurückgewinnen lassen, ist nicht sicher.
Auch der Kindergarten Ottenheide und der Sportplatz werden schwieriger zu erreichen sein und auf Dauer Besucher verlieren.
Der Beschluss wurde seinerzeit im WSQ-Ausschuss und nicht im Rat gefasst und mehrere der damaligen Ausschussmitglieder werden nach der Kommunalwahl nicht mehr im Amt sein. Deshalb gehe ich davon aus, dass es realistisch sein wird, den Beschluss von 2020 dem neuen Rat erneut vorzulegen.
Die Zurücknahme des Beschlusses muss unser Ziel sein!
Olaf Junker war 2020 an dem Beschluss nicht involviert und hat bestätigt, dass er eine erneute Abstimmung für richtig hält und auch ernsthafte Bedenken gegenüber dem Verkehrsversuch sieht. Auch die 4 aktuellen Stukenbrocker CDU-Kandidaten sehen dies so und sprechen sich ausdrücklich gegen den Verkehrsversuch aus.
Aus meiner Sicht müssen wir, die wir von einer Sperrung Betroffenen, uns zu Wort melden und insbesondere Druck auf die Kandidaten der FDP, Grünen und der anderen Parteien ausüben. Es wird hilfreich sein, klar zu zeigen, was schon ein Verkehrsversuch für uns Anwohner, die Gewerbetreibenden und alle Besucher, Kunden und Sporttreibende von jenseits der Hauptstraße in Stukenbrock bedeuten würde.
Gerne können Sie mir unter folgendem Link schreiben, wie Ihre Meinung hierzu ist, ob Sie von mir in der Angelegenheit per E-Mail auf dem Laufenden gehalten werden möchten und ggf. zu einer Vorort-Veranstaltung angesprochen werden möchten: info@cdu-shs.de
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Michael Brechmann
Hier noch einige öffentlich zugängliche Unterlagen zu dem Beschluss aus 2020: